Jörg Reimann

Kreativer Ofenbau

 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten der Wärmeabgabe:
Strahlungswärme und Konvektionswärme.

Strahlungswärme:
Auch als „gesunde“ Wärme bekannt. Kacheln und Schamotte geben, wie auch die Sonne, die Wärme in Form von langen Wellen ab. Die Strahlungswärme erwärmt nicht die Luft, sondern alle Objekte, auf die sie trifft. Dadurch wird schon bei einem niedrigeren Temperaturniveau (= weniger Energiebedarf) eine wohlige Wärme empfunden (Schihütteneffekt -  bei nur wenigen Plusgraden in der Sonne mit nacktem Oberkörper).
 

+   längere bzw. lange Speicherzeiten möglich
+   keine Staubaufwirbelung durch Konvektion (= Luftumwälzung)
+   wohliges Wärmeempfinden bei niedrigerem Temperaturniveau
+   hoher Wirkungsgrad
+   weniger Energiebedarf

-   etwas längere Aufheizzeiten

 
Fazit:
Die Strahlungswärme ist ideal für Menschen, die regelmäßig heizen, Kinder haben, öfter zuhause sind, sowie ganz ideal für Allergiker und Menschen mit Atemwegsbeschwerden.

Konvektionswärme:
Über metallische Flächen wird die Wärme in kurzen Wellen schnell an die Luft weitergegeben.

Durch große Luftumwälzung erreicht man teilweise auch angrenzende Räume.

+   sehr schnelles Aufheizen
+   Aufheizen von großen Luftmengen (z. B. Mansardenräume)

-    keine bzw. wenig Speicherzeiten
-    hohe Staubbelastung in der Luft (ähnlich Warmluftgebläse)
-    zum Wohlfühlen hohes Temperaturniveau notwendig
-    mehr Energiebedarf

Fazit:
Für alle, die schnelles Aufheizen bevorzugen. Nicht geeignet für Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen.


Der Kachelgrundofen:

Das Klassische Alpenländische Heizgerät, auch nur Kachelofen, Grundofen oder Speicherkachelofen genannt, ist die älteste bekannte Speicherofenform.

Der Ofen, gemauert aus hochwertigem Schamottematerial, besteht aus einem Feuerraum und Rauchgaszügen. In diesen wird den heißen Rauchgasen die Wärme entzogen und gelangt langsam an die Ofenoberfläche (verputzt oder verkachelt) und wird dort gleichmäßig an den Raum abgegeben.
Der Ofen kann auch durch mehrere angrenzende Räume gebaut werden und selbstverständlich auch mit Glasheiztüren versehen werden.

Der Anteil gesunder und angenehmer Strahlungswärme ist bei Kachelgrundofen besonders hoch. Es werden Speicherzeiten von 10-15 Stunden erreicht.


Der Kombinationsofen:

Eine Kombination aus einem metallischem Einsatz mit keramischen oder metallischen Nachheizzügen.
Der metallische Einsatz gibt schon nach wenigen Minuten über Lüftungsgitter oder Lüftungskacheln Wärme an den Raum ab. (Konvektionswärme)

Der gesamte Ofen mit Nachheizregister wird mit Schamotte oder Kacheln umbaut und speichert dadurch die Wärme für einige Stunden. Die Wärmeabgabe ist in Strahlungs- und Konvektionswärme aufgeteilt.


Der Heizkamin:

Ein metallischer Einsatz, meist mit großer Glasheiztüre, produziert fasst ausschließlich Konvektionswärme. Wir verwenden nur gute Markeneinsätze die wir auch mit hochwertigen Schamotten ummauern und auch so wenige Stunden Speicherkapazitäten erreichen.

Durch Lüftungsgitter kann man die Raumluft sehr schnell erwärmen bzw. über Lüftungskanäle auch andere Räume erreichen.


Der offene Kamin:

Das "Lagerfeuer" im Wohnzimmer (mit Schornstein)

Ist nach heutigen bauphysikalischen Vorgaben wohl die ineffizienteste Wärmequelle. Die Lust am offenen Feuer ist jedoch nicht so leicht zu ersetzen.

Schon unsere Urahnen haben sich ums offene Feuer versammelt, gekocht und die Strahlungswärme der Flammen genossen.

Ein moderner offener Kamin benötigt einen separaten speziell dimensionierten Schornstein und bedarf einer genauen Planung.

 

 

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